Mercedes-Benz-Energy-Home-Speicher

Lebensdauer und Problem

Meine Mercedes-Benz 3 x 2,5kWh Module, gekauft im August 2017 waren schon nach sieben Monaten nicht mehr einsatzbereit. Ich vermute, das BMS hat die Batterien wegen zu hohen Temperaturen stillgelegt. Es sind keine Aktivlüfter verbaut und die Wärme sollte vermutlich über das Gehäuse abgeführt werden. Bei uns hat das Elektroauto gelegentlich volle Entladeleistung abgefordert. Obwohl ich den maximalen Lade/Entladestrom schon von Anfang an auf 80% der zulässigen Werte reduziert hatte, war das wohl zuviel. Wenn man sich die Wärmeentwicklung bei 3 x 1250 Watt Leistungsentnahme vorstellt und dann die Bauweise anschaut, wird einem klar, dass die Wärme nicht vernünftig abgeleitet werden kann. Ich denke, die beteiligten Mercedes-Benz Ingenieure sollten sich die Studiengebühren wiedergeben lassen. Nicht viel gelernt!

Support durch Mercedes-Benz

Der Support der Mercedes-Benz Energy GmbH darf als unterirdisch bezeichnet werden. Die nach Monaten angebotene Kulanzgutschrift war lächerlich gering. Die vorgelegten Reaktionszeiten bis zur Erstellung und der nachfolgenden Bearbeitung des Tickets würde man von einem Anbieter aus China vielleicht erwarten. Bei einem Hersteller, der behauptet, das Beste oder Nichts wäre gerade gut genug, sind jeweils mehrere Wochen Verzögerung nicht akzeptabel. In meinem Falle hat sich erst nach Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens etwas getan. Selbt ein Schreiben an die Zentrale beim Daimler in Stuttgart hat null Reaktion gebracht.

Viele weitere Geschädigte

Wenn man sich im Photovoltaikforum mal umschaut, dann findet man immer wieder Anfragen nach dem Tenor: Gibt es irgendjemanden, der auch ein funktionierendes Mercedes-Benz-Accumotive Batteriemodul im Einsatz hat und einen Hinweis zur Problemlösung geben kann? Solange ich die dortigen Diskussionen nun verfolge, hat sich noch keiner gemeldet. Dafür jede Menge Problembeschreibungen.

Prüfplakette Baumaschinen und Baugeräte

Unkulante Kulanzgutschrift

Anfänglich hat man mir, entgegen den eigenen Garantiebedingungen weniger als 70% meines ursprünglichen Kaufpreises als Kulanzgutschrift angeboten. Dann hieß es noch, es findet kein Eigentumsübergang an die MB-Energy GmbH statt. Das heißt auch noch: klarer Verstoß gegen die Batterierücknahmeverordnung. Entsorge den Schrott gefälligst selbst. Nachdem ich ein Mahnverfahren eingeleitet hatte und der Gerichtsvollzieher die Post in Kamenz ablieferte, kam Bewegung in die Sache und ich erhielt einige Wochen später eine für mich akzeptable Kulanzgutschrift.

Was macht mein Mercedes Batteriespeicher heute?

Nachdem ich meine Gutschrift erhalten habe, habe ich mir das Innenleben der Batterien angesehen. Wie oben beschrieben, denke ich, dass es bei der Bauweise ein Temperaturproblem gibt. Ich habe ein Downgrading vorgenommen. Die Batterien arbeiten nun mit einem chinesischen BMS als 300 Watt Grundlastspeicher. Damit scheinen sie zurecht zu kommen. Als Hauptspeicher dient mir nun eine 10kW Batterie von BMZ (Axitron)

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